VOLLMER CONSULTING

 

Dr. Marianne Vollmer

und Team

Passungsmanagement und Personalentwicklung für Menschen mit Behinderung

Die nachfolgende Ausführungen
erörtern die Entwicklung des MMBE
aus testpsychologischer Sicht.

Der MMBE


Spaß am Job, Freude an der Arbeit oder Frust, weil die Dinge nicht so laufen (können), wie man das gerne hätte. Die eine Seite zeigt die Zufriedenheit mit der Arbeit und Arbeitsbedingungen, welche in der Regel mit Leistungsmotivation einhergeht; die andere Seite sind Frustrationserfahrungen. 

Freude am Job oder Frust haben; das sind zwei bekannte Begleiter im Berufsalltag, die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon kennengelernt haben. Menschen mit Behinderung machen hier keine Ausnahme.

Dennoch kann sich für Menschen mit Behinderung hier eine Falle auftun: Die Übersteigerung der Einsatzbereitschaft, zugleich mit der Bereitschaft, sich zusätzlich unter Druck zu setzen. Über die Gründe dafür kann spekuliert werden. Keine Spekulation ist angesagt, wenn es um die Konsequenzen geht.

Gerade engagierte und einsatzbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (mit Behinderung) können (behinderungsbedingte) Beeinträchtigungen überdeutlich empfinden. Hier leistet der MMBE einen wertvollen Beratungsansatz für Führungskräfte und Personalverantwortliche—und nicht zuletzt für die Menschen mit Behinderung selbst.


Bislang existierte kein qualitativ hochwertiges Verfahren, das Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sowie den Menschen mit Behinderung eine adäquate Entscheidungshilfe anbietet.

Diese Lücke schließt der MMBE:
Der MMBE dient der Beratung. Seine Ziele sind die Erhöhung der Vermittlungsquote für Menschen mit Behinderung, die Integration in Teams, und nicht zuletzt eine Entscheidungshilfe für Menschen mit Behinderung.

Der MMBE ist das psychologische Instrumentarium zum Erkennen und Einschätzen berufsbezogener Potentiale.

 

 

Zum Einsatz des Verfahrens

Von seinem Konzept her eignet sich der MMB-E für:

 

Passungsmanagement

Neubesetzung vakanter Stellen oder Umbesetzungen im Zusammenhang mit Fragen der Personalentwicklung

 

Personalentwicklung

z.B. als Coaching oder Mentoring mit dem Ziel einer leichteren Integration von Menschen mit Behinderung in betriebliche Abläufe

 

 

 

 

Der MMBE

Fragebogen zur Erfassung berufsrelevanter Persönlichkeitsfaktoren
bei Menschen mit Behinderung

 

Die testpsychologische Herangehensweise und Lösung.

 

Ein anspruchsvolles Testverfahren leistet eine valide Einschätzung der Potentiale der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und kann dabei ein „mehr“ oder „weniger“ ermitteln. Im Fokus des Interesses standen dabei breit angelegte faktorielle Dimensionen, die eine faktorielle Auswertung ermöglichen sollen. Die Skalierung der gefundenen Faktoren war von Anfang an das Ziel.

 

Die innere Struktur des MMBE

Der MMBE (Fragebogen zur Erfassung berufsrelevanter Persönlichkeitsfaktoren bei Menschen mit Behinderung) zeigt zwei breit angelegte Dimensionen, die als gesichert angesehen werden können, weil sie auf empirischen Weg entstanden sind. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, daraus eine solide Skala zu entwickeln. Das wiederum erlaubt die Einsetzung des Verfahrens im Rahmen einer Potentialeinschätzung.

Mit nur zwei Dimensionen sind darüber hinaus auch ökonomische Erwartungen erfüllt.

 

Der empirische Weg zur Skala

Items mit höherer Ladung, die einen Faktor konstituieren, werden einer Itemanalyse unterzogen. Als Selektionsmerkmal wurde unabhängig von der Schwierigkeit des Items nur die Trennschärfe als Kriterium herangezogen (1). Die Trennschärfe gibt die Korrelation des Items mit dem Gesamtwert aller Items an. Sie ist korrekter Weise part-whole korrigiert (2).

Als Maß für den Zusammenhang (Korrelationskoeffizient) forderten wir eine minimale Trennschärfe von ≥ .3. Dieses Vorgehen führte zu einer Verbesserung der Reliabilität im Sinne von Homogenität (z.B. Cronbach Alpha).

 

Bisherige Ergebnisse

Die Ergebnisse legen nahe, eine zwei Faktorenlösung zu bevorzugen; höhere Faktorenlösungen lassen aufgrund der gegebenen Relationen keine brauchbare Skalierung erkennen.

 

(1) Schwierigkeit = Beantwortungshäufigkeit, wenn ein Item von 80% der TN beantwortet wurde

(2) Part-whole Korrektur: Der Einfuß des Items auf den Gesamtwert wird zuvor herausgenommen (korrigiert)

 

Faktor 1: Berufliche Leistungsmotivation , Freude an der Arbeit

Items (auszugsweise)

für mich ist Arbeit etwas, was ich gerne tue

neue Anforderungen am Arbeitsplatz machen mir Freude

 

FA Ladung (3)

 

zwischen

.70 - .53

 

Trennschärfe

 

zwischen

.68 - .48

 

 

Diese Werte zeigen eine hohe Zugehörigkeit zum Faktor Leistungsmotivation.

Mit nur 15 Items kommen wir auf ein Alpha von .83. Dieser Wert ist für einen Fragebogen äußerst zufriedenstellend und rückt diesen in die Reihe der Fähigkeitstests. Vergleichbare Reliabilitätswerte werden z.B. nur bei Intelligenztests erzielt.

Das zeigt auch, daß die zugrundegelegte Skala ein gemeinsames Konzept hat, nämlich „berufliche Leistungsmotivation“ von Menschen mit Behinderung.

 

(3) Die genannten Faktorladungen beziehen sich auf die Varimax-rotierte 2 Faktoren Lösung

 

Faktor 2: Gefühle der Beeinträchtigung infolge Behinderung, Frustrationserfahrungen

 

Items (auszugsweise)

Manchmal bereitet mir der Alltag zu viel Kopfzerbrechen

ich habe oft Angst, Fehler zu machen

 

FA Ladung   

 

zwischen

.64 - .53

 

Trennschärfe

 

zwischen

.60 - .49

 

Auch hier hat die zugrunde gelegte Skala ein gemeinsames Konzept, nämlich „Gefühle der Beeinträchtigung infolge der Behinderung, Frustrationserfahrungen“. Wie schon bei Faktor 1 erzielt auch diese Dimension bei einer minimalen Anzahl von 14 Items sehr stabile Ergebnisse. Wir erreichen hier ein Alpha von .80.

 

Wir haben somit ein Verfahren vorliegen, das mit nur wenigen Items so effizient wie aussagefähig ist. Die Stichprobengröße von 122 hat dazu geführt, daß für Faktor 1 mit 15 Items und für Faktor 2 nur 14 Items genügen, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen.

 

Der MMB-E kann in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden. Idealer Weise in Zusammenhang mit anderen Verfahren, die gemeinsam eine für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie das Unternehmen (die Personalabteilung) wertvolle Potentialeinschätzung und Entscheidungshilfe liefern.

 

 

Danke

Dass wir mit so guten Ergebnissen aufwarten können, ist dem Einsatz der Menschen mit Behinderung zu verdanken und deren Arbeitgeberinnen oder Arbeitgebern, die sie für diese Untersuchung freigestellt haben. Mit Hilfe der Menschen mit Behinderung konnten wir die oben geschilderten Berechnungen durchführen. Dafür haben wir zu danken.

 


Erste Erfolge

Mit Hilfe des MMBE sind wir dem Ziel, die Vermittlungsquote von arbeitsuchenden Menschen mit Behinderung zu vergrößern und ihre Integration am Arbeitsplatz zu erleichtern, einen guten Schritt näher gekommen.

Unternehmen, die an diesem Verfahren interessiert sind, und an den Zielen, die es unterstützt, sind gerne eingeladen, die erwarteten Erfolge mit uns zu teilen. wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Projektleitung: Dr. Marianne Vollmer, Vollmer Consulting
Kooperationen: Dr. Volker Mohr (Auswertung der Daten)
und Psychologische Praxis Dr. Edith Baumann-Lorch

Dr. Marianne Vollmer © alle Rechte vorbehalten.

 

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Ihre Fragen oder Anmeldung gerne via Mail:
Dr.Vollmer@arcor.de  oder Fax 0621 – 3361114

 

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Dr. Marianne Vollmer, Coach, Wirtschaftspsychologin


Kontaktadresse und Anmeldung: Vollmer Consulting, Dr. Vollmer und Team

Frau Genia Kosinski,

68072 Mannheim, Postfach 12 21 08, 
Tel.: 0621 – 336 11 13,
Dr.Vollmer@arcor.de